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Fallarbeit, Einsatz für Menschen in Not

Die konkrete Arbeit für politische Gefangene

Einer der wichtigen Arbeitsbereiche bei Amnesty International ist das direkte Engagement für Menschen, die Opfer von schweren Menschenrechtsverletzungen durch Regierungen geworden sind.

Betreuungsfall Konstanina Kuneva, Griechenland

Seit Ende 2009 setzt sich unsere Gruppe für Frau Konstantina Kuneva ein.
Konstantina Kuneva Sie lebt in Griechenland, ist Migrantin aus Bulgarien und hat in Griechenland als Putzkraft gearbeitet, obwohl sie ausgebildete Lehrerin ist. Sie hat sich für die Grundrechte der Arbeitskräfte eingesetzt und war zuletzt Sekretärin der Putzkräfte- und Hausangestelltengewerkschaft. Sie wurde wegen ihrer Gewerkschafts- und Menschenrechtsaktivitäten nicht nur von ihrem Arbeitgeber unter Druck gesetzt, sondern auf sie wurde im Dezember 2008 ein Säureattentat verübt, unter dessen Folgen sie heute noch leidet.
Amnesty International hat seit Bekanntwerden des Attentats Regierungsstellen und Staatsanwälte in Athen aufgefordert, weitere Untersuchungen des Säureattentats zu veranlassen. Außerdem sollen die Rechte von MigrantInnen in Griechenland geachtet und MenschenrechtsaktivistInnen sowie GewerkschafterInnen vor ähnlichen Angriffen geschützt werden.Unsere Gruppe hat sich mit Briefen und Unterschriftensammlungen beteiligt.

Durch diesen internationalen Druck wurde der Fall zur “Chefsache” in der griechischen Regierung. Eine Belohnung von 1 Mio Euro wurde zur Ergreifung der Täter ausgesetzt und Frau Kuneva erhält finanzielle und medizinische Unterstützung. Engagement zeigt Wirkung!

Im Frühjahr 2011 teilte der Anwalt von Frau Kuneva mit, dass die Untersuchungen wieder aufgenommen werden und auch der Hintergrund ihrer gewerkschaftlichen Aktivität einbezogen wird.
Konstantina Kuneva ist optimistisch, dass die Untersuchungen letztlich erfolgreich sein werden:
“Amnesty International macht letztendlich den großen Unterschied, dass man nicht aufgibt, bis Gerechtigkeit erreicht worden ist. Die Behörden werden einen Fall anders behandeln, wenn sie wissen, dass jemand wie Amnesty nicht aufgeben wird, daran zu arbeiten.”

Inzwischen gibt es Hinweise auf neue Spuren, die zur Aufklärung des Attentats führen könnten.


info@amnesty-gruppe1581.de

last modified: 09. November 2011